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Virtuelle Vortragsreihe: Zeitzeugenschaft / Geschichtsbilder / Deutungsmacht. (Wie) verändert KI unser Verständnis der Vergangenheit?

Juni – Oktober 2026, jeweils Donnerstag, 13-14 Uhr
die Einwahldaten werden nach
der Anmeldung verschickt

kontakt@igdj-hh.de

Institut für die Geschichte der deutschen Juden (Hamburg) und Professur für Digital Humanities und
hybride Bildungs- und Kommunikationsräume an der Universität und Fachhochschule Erfurt

Veranstalterinnen: Nina Brolich (Erfurt), Helena Geibel (Hamburg), Anna Menny (Hamburg), Anna
Neovesky (Erfurt)


Digitalisierung und Künstliche Intelligenz verändern grundlegend, wie wir
Vergangenheit erforschen und verstehen. Durch die automatische Auswertung riesiger Datenmengen, Mustererkennung in Texten und Bildern sowie die Erzeugung von Inhalten eröffnen sich neue Formen der Wissensproduktion und wandelt sich unser Quellenverständnis. Der Einsatz von KI erfordert neue Formen der Quellenkritik und ein Bewusstsein für Grenzen und Macht algorithmischer Systeme.
Im Rahmen der Vortragsreihe sollen verschiedene Aspekte betrachtet werden: KI und Holocaust Education, Potenziale des Machine Learning bei der Analyse von Emotionen in Selbstzeugnissen zum Holocaust, der Einsatz von KI bei der Strukturierung historischer Forschungsdaten sowie KI-generierte Bilder im Kontext jüdischer Geschichte und des Holocaust auf Social Media.
Leitend sind dabei die Fragen: Welche neuen Möglichkeiten ergeben sich für die Wissensproduktion? Wie verändert sich unser Quellenverständnis? Welche Herausforderungen und Gefahren entstehen? Wie verändern sich Geschichtsbilder und wie verändert sich unser Verständnis von Vergangenheit?


Donnerstag, 10. September 2026, 13-14 Uhr
Daniel Burckhardt (Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam)
Vom Archivkarton zum Datensatz: Die KI-gestützte Strukturierung der Erna Magnus Collection

Dieser Vortrag präsentiert einen innovativen Workflow der Digital Humanities: Es wird aufgezeigt, wie die Erna Magnus Collection des Leo Baeck Institute, rund 800 Karteikarten zu Hamburger Jüdinnen und Juden zwischen dem 18. und frühen 20. Jahrhundert, mithilfe eines offenen multimodalen Sprachmodells (LMM) automatisiert in einen semistrukturierten, maschinenlesbaren Datensatz transformiert wurde. Dieses Verfahren ermöglicht eine erste quantitative Auswertung des Bestandes. Darüber hinaus illustriert das Projekt prototypisch die „Datifizierung“ serieller Aktenbestände. Es zeigt das Potenzial, aber auch die Notwendigkeit und den Umfang kuratorischer Nacharbeit bei einer solchen KI-gestützten Quellenaufbereitung.

Daniel Burckhardt ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam mit dem Forschungsschwerpunkt Digitalisierungsstrategie. Zugleich arbeitet er an dem DFG-geförderten Projekt „German History in Documents and Images“ am DHI Washington, Washington DC, mit und ist Mitglied in den Steuerungsgruppen von H-Soz-Kult und des DTA-Basisformats.


Donnerstag, 8. Oktober 2026, 13-14 Uhr
Clara Mansfeld (Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte)
Bilder, die nie waren – Generative KI als Herausforderung für die historisch-politische Bildung

KI-generierte Fake-Bilder, die vermeintlich Szenen aus den nationalsozialistischen Lagern zeigen, fluten das Internet. Auch andere historische Epochen werden mit KI-generierten Visualisierungen reimaginiert. Die Motivlage hinter diesen Generierungen ist komplex. Der Impuls-Vortrag ordnet sie ein, beschreibt daraus entstehende Herausforderungen für die historisch-politische Bildung und fragt danach, wie wir zukünftig mit visuellen Leerstellen der Erinnerungskultur umgehen können.

Clara Mansfeld ist Mitarbeiterin in der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte und dort in der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit zuständig für die strategische Weiterentwicklung und Koordinierung der digitalen Projekte sowie digitale Kommunikation. Zuvor hat sie bereits an verschiedenen anderen Gedenkstätten gearbeitet und war von 2017 bis 2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Europäischen Kolleg der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Sie gehört zu den Mit-Initiator*innen des Offenen Briefes „Konsequentes Vorgehen gegen KI-generierte Holocaust-Verfälschungen auf Social-Media-Plattformen“.

GND-Forum Humanities@NFDI

Beginn 23.06.2026, 11:30 Uhr
Ende 24.06.2026, 12:30 Uhr
Wo Zentralmensa der Universität Göttingen, Clubraum 1&2, Platz der Göttinger Sieben 4, 37073 Göttingen

Zur Anmeldung geht es hier


Mitwirkende der vier geisteswissenschaftlichen Konsortien der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) treffen sich zum GND-Forum Humanities@NFDI am 23./24. Juni in Göttingen. Zentrales Thema des Arbeitstreffens ist die Gemeinsame Normdatei (GND) aus unterschiedlichen Blickwinkeln.


Die Gemeinsame Normdatei (GND) verbindet unterschiedliche Ressourcen, Datenbestände und Fachgemeinschaften. Vor diesem Hintergrund steht in Göttingen die Frage im Mittelpunkt, welchen Beitrag die GND – sowohl als Infrastruktur für Normdaten als auch als kooperative Organisationsstruktur – für den weiteren Ausbau der Zusammenarbeit zwischen den geisteswissenschaftlichen NFDI-Konsortien NFDI4Culture, NFDI4Memory, NFDI4Objects und Text+ leisten kann.

Anlass für diese Diskussion sind zum einen die für 2028 erwartete Neuausrichtung des NFDI-Förderprogramms, zum anderen die Frage, wie die in den Konsortien bereits entstandenen Erfahrungen, Werkzeuge und Vernetzungen im Umfeld der GND stärker konsortienübergreifend genutzt werden können.

Die Diskussion erfolgt aus drei Perspektiven:

  • Die Einbindung der GND in Tools und Services der Konsortien (Teil 1)
  • Unterschiedliche Sichtweisen auf ausgewählte Entitätstypen der GND (Teil 2)
  • Potenziale einer vertieften Zusammenarbeit der Konsortien auf Basis der GND (Teil 3)

Das Programm

Tag 1

  • 11:30 Uhr: Öffnung der Registrierung vor Ort
  • 12:30 Uhr: Begrüßung
  • 12:45 Uhr: Teil 1: Tools und Anwendungen mit GND-Bezug in 3 Durchgängen in 6 Runden: Constrainify. DANTE. entityXML. FactGrid. Federated Content Search (FCS). GND-Dokumentation. GNDplus. GND Reconciliation Service. Registry Text+. R:honovo. RISM. TextGrid. 
  • 14:30 Uhr: Pause
  • 15:00 Uhr: Teil 2: Entitäten-Fishbowl in 4 Gängen
    • Geografika
    • Sachbegriffe
    • Körperschaften
    • Werke
  • 17:50 Uhr: Ausblick auf Tag 2

Tag 2

  • 10:00 Uhr: Begrüßung
  • 10:15 Uhr: Teil 3: Das Zukunftspotenzial der GND als Lingua Franca in der Zusammenarbeit der vier geisteswissenschaftlichen Konsortien (als Strategie Pow Wow) mit Christian Bracht (NFDI4Culture); José Calvo Tello (Text+), Jürgen Kett (GND), Katrin Moeller (NFDI4Memory), Regine Stein (NFDI) und Dirk Wintergrün (NFDI4Objects).
  • 12:00 Uhr: Wrap up
  • 12:30 Uhr: Veranstaltungsende

Zur Anmeldung und ausführlichen Informationen geht es hier

Das Praxislabor 2026 auf einen Blick

 

Wer Was Wann Wo
Olaf Simons Wikibase konstruktiv nutzen, vom eigenen Projekt zur Kooperation

07.05.2026

20:00 – 21:30 Uhr
https://uni-erfurt.webex.com/meet/factgrid
Anne Klammt Recogito – Gemeinsames semantisches Annotieren im Browser 21.05.2026

13:30 – 15:00 Uhr
https://uni-bamberg.zoom-x.de/j/65184634702
Meeting passcode: 9yC7.7
Tim Schubert, Sophie Döring, Felix Köther, Anne Purschwitz “Wer weiß schon wo?” – Eine Einführung zur Identifikation, Erfassung und Systematisierung von historischen Ortsdaten

11.06.2026

13:30 – 15:00 Uhr
https://uni-bamberg.zoom-x.de/j/62989219561
Meeting passcode: =ap3dz
Katrin Moeller Historische Karten mit Qgis erstellen und publizieren. Digitaler Workshop

25.06.2026

13:00 – 15:00

https://us02web.zoom.us/j/8335618102

Benötigt wird das Programm QGIS; alle Dateien werden hier zwei Tage vor der Veranstaltung abrufbar sein

Werner Scheltjens Komplexe Workflows intuitiv gestalten: Einstieg in das Visual Programming Tool Orange Data Mining 09.07.2026

14:00 – 15:30 Uhr
https://uni-bamberg.zoom-x.de/j/62230998682
Meeting passcode: 7^RXgm
Stephanie Nitsche Schnittstellenabfragen bibliografischer Daten am Beispiel der SRU-Schnittstelle der Deutschen Nationalbibliothek 15.10.2026
14:15 – 15:45 Uhr
https://eu02web.zoom-x.de/j/68770262723?pwd=Zq3P6iTtAJLXd2zORtqghvbKRxJbyW.1
Meeting passcode: 240979
Daniel Erdmann, Denise Löwe Text Mining im Forschungsprozess: Von der digitalen Quelle zur historischen Textanalyse 29.10.2026

12:15 – 13:45 Uhr
https://uni-bamberg.zoom-x.de/j/61720787464
Meeting passcode: 5?R53t
Michael Thoß IDOHIST: Digitale Dokumentation und Visualisierung raumbezogener Daten und damit verbundener Unsicherheiten 12.11.2026  
Moritz Friesenhausen, Wiebke Herr, Gregor Horstkemper, Laurin Liebetrau Recherchieren nach Fachliteratur und Forschungsdaten: KI-Tools und Fachinformations-Angebote im Vergleich

26.11.2026

10:30 – 12:00 Uhr
https://uni-bamberg.zoom-x.de/j/66906998770
Meeting passcode: 5qzL#0
Gesche Wahlen, Anne Voigt, Marina Lemaire Wissen publizieren, vernetzen, teilen – digitale Enzyklopädien und Wissensportale in den historischen Disziplinen 03.12.2026
14:00 – 15:30 Uhr
Infos und Anmeldung: https://www.open-encyclopedia-system.org/oes-community/events/oes-workshop-praxislabor-2026.html

Wikibase konstruktiv nutzen – vom eigenen Projekt zur Kooperation

Olaf Simons
07.05.2026
20:00 – 21:30 Uhr
https://uni-erfurt.webex.com/meet/factgrid

für die Dateneingabe ist ein vorher initialisiertes und mit Kontaktdaten ausgestattetes Klarnamen-Konto Voraussetzung, Sie können es per mail an: olaf.simons@pierre-marteau.com anlegen lassen

Wikibase-Instanzen zu starten, war noch nie so einfach wie heute. Dank der Angebote von Wikimedia kann inzwischen praktisch jede*r mit eigenen Daten innerhalb weniger Minuten loslegen: Eine frische, kostenlos bereitgestellte Instanz ist schnell eingerichtet und bereit, Wissen strukturiert zu erfassen und miteinander zu vernetzen.

Doch das ist nur eine von mehreren Möglichkeiten. Wer seine Daten lieber in ein bestehendes, global vernetztes System einbringen möchte, kann sie direkt in Wikidata integrieren. Für historische Datenbestände wiederum bietet sich FactGrid an, das gezielt für solche Anwendungsfälle entwickelt und gefördert wurde.

Alle drei Wege haben ihren eigenen Reiz – und ihre ganz spezifischen Herausforderungen. Eine eigene Wikibase-Instanz bietet maximale Freiheit: Strukturen lassen sich individuell gestalten, ohne Abstimmungsprozesse oder externe Vorgaben. In großen, kollaborativen Umgebungen hingegen ist Koordination unverzichtbar. Dafür eröffnen sich dort ganz andere Möglichkeiten der Modellierung und Vernetzung.

Unabhängig vom gewählten Ansatz gilt: Mit Wikibase lassen sich Dinge umsetzen, die in dieser Form mit klassischer Datenbanksoftware kaum oder nur sehr aufwendig realisierbar wären.

Dieser Kurs bietet einen praxisnahen Einstieg in die Welt von Wikibase. Er zeigt die wichtigsten Optionen, beleuchtet typische Herausforderungen und lädt dazu ein, selbst erste Schritte zu wagen.

Der Workshop richtet sich insbesondere an Studierende und Forschende, die mit (historischen) Datenbeständen arbeiten und sich für Themen wie Wikibase, FactGrid, Knowledge Graphen oder NFDI4Memory interessieren.


Zur Praxislabor-Übersicht.

Das Praxislabor 2026 steht in den Startlöchern! 🚀

Auch 2026 heißt es wieder: ausprobieren, klicken, tüfteln. In bewährter Tradition lädt die AG Digitale Geschichtswissenschaft im Verband der Historikerinnen und Historiker Deutschlands zum Praxislabor ein – mit jeder Menge Hands-on-Workshops rund um digitale Methoden in den Geschichtswissenschaften.

Worum geht’s? Ganz einfach: digitale Tools nicht nur kennenlernen, sondern wirklich anwenden. Hier ist Platz für alle, die Lust haben, historische Forschung mit digitalen Ansätzen zu verbinden. Das Praxislabor versteht sich als Spielwiese und Lernraum zugleich: Methoden ausprobieren, Tools testen, neue Entwicklungen entdecken.

Besonders im Fokus stehen diesmal niedrigschwellige Einstiegsangebote. Denn klar ist: Digitale Methoden verändern nicht nur unsere Werkzeuge, sondern auch die Art, wie wir forschen, fragen und denken. Damit der Zugang dazu nicht einer kleinen Expert:innenrunde vorbehalten bleibt, setzt das Praxislabor gezielt auf Grundlagen, Orientierung und den Abbau von Berührungsängsten.

Gerade Studierende und Einsteiger:innen profitieren davon: Sie bekommen einen Überblick im oft unübersichtlichen DH-Dschungel, lernen zentrale Begriffe kennen und können erste praktische Erfahrungen sammeln – auch ganz ohne Vorkenntnisse.

Das Ziel: Lust auf mehr machen, Sicherheit im Umgang mit digitalen Methoden vermitteln und langfristig die Digital Humanities fest in der Geschichtswissenschaft verankern.

Geplant sind zehn interaktive Online-Workshops à 90 Minuten – praxisnah, verständlich und mit viel Raum zum Ausprobieren und Nachfragen. Klingt gut?

Dann Augen offen halten – das Praxislabor 2026 kommt!

WerWasWannWo
Olaf SimonsWikibase konstruktiv nutzen, vom eigenen Projekt zur Kooperation

07.05.2026

20:00 – 21:30 Uhr
https://uni-erfurt.webex.com/meet/factgrid
Anne KlammtRecogito – Gemeinsames semantisches Annotieren im Browser21.05.2026

13:30 – 15:00 Uhr
https://uni-bamberg.zoom-x.de/j/65184634702
Meeting passcode: 9yC7.7
Tim Schubert, Sophie Döring, Felix Köther, Anne Purschwitz“Wer weiß schon wo?” – Eine Einführung zur Identifikation, Erfassung und Systematisierung von historischen Ortsdaten

11.06.2026

13:30 – 15:00 Uhr
https://uni-bamberg.zoom-x.de/j/62989219561
Meeting passcode: =ap3dz
Katrin MoellerHistorische Karten mit Qgis erstellen und publizieren. Digitaler Workshop25.06.2026
Werner ScheltjensKomplexe Workflows intuitiv gestalten: Einstieg in das Visual Programming Tool Orange Data Mining09.07.2026

14:00 – 15:30 Uhr
https://uni-bamberg.zoom-x.de/j/62230998682
Meeting passcode: 7^RXgm
Stephanie NitscheSchnittstellenabfragen bibliografischer Daten am Beispiel der SRU-Schnittstelle der Deutschen Nationalbibliothek15.10.2026
14:15 – 15:45 Uhr
https://eu02web.zoom-x.de/j/68770262723?pwd=Zq3P6iTtAJLXd2zORtqghvbKRxJbyW.1
Meeting passcode: 240979
Daniel Erdmann, Denise LöweText Mining im Forschungsprozess: Von der digitalen Quelle zur historischen Textanalyse29.10.2026

12:15 – 13:45 Uhr
https://uni-bamberg.zoom-x.de/j/61720787464
Meeting passcode: 5?R53t
Michael ThoßIDOHIST: Digitale Dokumentation und Visualisierung raumbezogener Daten und damit verbundener Unsicherheiten12.11.2026
Moritz Friesenhausen, Wiebke Herr, Gregor Horstkemper, Laurin LiebetrauRecherchieren nach Fachliteratur und Forschungsdaten: KI-Tools und Fachinformations-Angebote im Vergleich

26.11.2026

10:30 – 12:00 Uhr
https://uni-bamberg.zoom-x.de/j/66906998770
Meeting passcode: 5qzL#0
Gesche Wahlen, Anne Voigt, Marina LemaireWissen publizieren, vernetzen, teilen – digitale Enzyklopädien und Wissensportale in den historischen Disziplinen03.12.2026
14:00 – 15:30 Uhr
Infos und Anmeldung: https://www.open-encyclopedia-system.org/oes-community/events/oes-workshop-praxislabor-2026.html

Call for Participation: Praxislabor 2026 der AG Digitale Geschichtswissenschaft

Collage Quellen und digitaler Bearbeitungen

In bewährter Tradition richtet die AG Digitale Geschichtswissenschaft im Verband der Historikerinnen und Historiker Deutschlands auch 2026 wieder ein Praxislabor mit Hands-on-Workshops aus. Das Praxislabor dient der Weiter- und Fortbildung im Bereich der digitalen Arbeitsweisen in den historischen arbeitenden Geisteswissenschaften und soll die Anwendung von Software und digitalen Methoden praxisnah vermitteln. Angesprochen werden können allgemein Interessierte ebenso wie Spezialist:innen, die sich mit Themen der digitalen Geschichtswissenschaft, Quellenverarbeitung und -präsentation befassen. Das Praxislabor möchte eine Plattform sein, um Tools praktisch zu erkunden, Methoden hinsichtlich ihrer Anwendung und Analysefähigkeit kennenzulernen und aktuelle Entwicklungen bekannt zu machen.

Digitale Methoden verändern nicht nur Werkzeuge, sondern auch Forschungslogiken, Fragestellungen und Kompetenzen. Ohne niedrigschwellige Einstiegsangebote bleibt der Zugang zu diesen Methoden jedoch häufig einer kleinen, bereits spezialisierten Gruppe vorbehalten. Aus diesem Grund möchte die AG im Jahr 2026 einen Schwerpunkt auf einführende Angebote und auf die Vermittlung von Grundlagen des digitalen Arbeitens legen, um so die nachhaltige Verankerung der Digital Humanities (DH) in den Geschichtswissenschaften zu stärken.

Gerade für Studierende und Anfänger:innen sind Einführungen essenziell, um:

  • Orientierung im vielfältigen und oft unübersichtlichen Feld der DH zu gewinnen,
  • Grundbegriffe, Konzepte und Denkweisen zu verstehen, bevor spezialisierte Methoden erlernt werden,
  • Schwellenängste gegenüber Technik, Daten und Programmierung abzubauen sowie
  • digitale Kompetenzen als integralen Bestandteil historischer Forschung wahrzunehmen und nicht als Zusatzwissen.

Darüber hinaus fördern Grundlagenworkshops die Öffnung der Digital Humanities für eine breite Community. Sie tragen dazu bei, soziale und akademische Zugangshürden zu reduzieren, interdisziplinäre Anschlussfähigkeit zu schaffen und eine inklusive, vielfältige DH-Praxis zu unterstützen. Ein fundierter Einstieg ist somit Grundlage und Voraussetzung für langfristige Kompetenzentwicklung, kritische Methodenreflexion und eine nachhaltige Integration digitaler Ansätze in Forschung und Lehre.

Ziel des Praxislabors

Die Workshops sollen:

  • grundlegende Konzepte, Methoden und Arbeitsweisen der DH vermitteln,
  • einen niedrigschwelligen, verständlichen und praxisnahen Einstieg ermöglichen,
  • Berührungsängste gegenüber digitalen Methoden abbauen,
  • zur selbstständigen Weiterbeschäftigung mit DH-Themen befähigen.

Zielgruppe

Die Workshops richten sich ausdrücklich an:

  • Studierende (insbesondere im Bachelorstudium),
  • DH-Anfänger:innen ohne oder mit geringen Vorkenntnissen,
  • historisch arbeitende Wissenschaftler:innen, die digitale Methoden kennenlernen möchten,
  • allgemein Interessierte aus den Geistes- und Kulturwissenschaften.

Vorkenntnisse in Programmierung oder digitalen Methoden sollen nicht vorausgesetzt werden.

Format

Das Praxislabor der AG Digitale Geschichtswissenschaft bündelt ausgewählte Angebote und macht sie in der Community bekannt. Die Organisation der Workshops (Vorbereitung; Verwaltung von Anmeldungen; Durchführung; ggf. Nachbereitung) erfolgt im Prinzip in Eigenregie durch die Anbietenden. Bei organisatorischen Fragen stehen wir den Interessierten gerne zur Verfügung.

Die Workshops sollen didaktisch klar strukturiert, interaktiv und praxisorientiert sein. Willkommen sind Formate, die theoretische Einführungen mit praktischen Übungen kombinieren und Raum für Fragen und Diskussionen bieten.

Es stehen 10 Online-Veranstaltungen im Umfang von jeweils 90 Minuten zur Verfügung. Wir streben eine Veranstaltung an, die am Donnerstagnachmittag oder -abend stattfindet. Vorgesehen ist die Vorlesungszeit im Sommer- und Wintersemester bis Mitte Dezember.

Mögliche Termine im Sommersemester: 09.04.26; 16.04.26; 23.04.26; 07.05.26; 21.05.26; 28.05.26; 11.06.26; 18.06.26; 25.06.26; 02.07.26 und 09.07.26.

Mögliche Termine im Wintersemester: 15.10.26; 22.10;26; 29.10.26; 05.11.26; 12.11.26; 19.11.26; 26.11.26; 03.12.26; 10.12.26 und 17.12.26.

Interessent:innen, die einen solchen Workshop anbieten möchten, sind herzlich eingeladen, sich bis zum 28.02.2026 über das folgende Formular zu melden:

Folgende Angaben werden benötigt:

  • Titel des Workshops
  • Beantragende Person(en) und Institution(en)
  • thematische Schlagwörter (max. 5)
  • prägnante Beschreibung (max. 1000 Zeichen)
  • angestrebte Zielgruppe (max. 150 Zeichen)
  • Ablaufplan (max. 1000 Zeichen)
  • Link zur Webseite für weitere Informationen (ggf. Anmeldung)
  • Kontakt-E-Mail
  • Beitragsbild (jpg, png) + Angabe der Bildrechte
  • mehrere Terminvorschläge aus der Liste (mindestens 3)

Die Entscheidung über das Programm (Auswahl) sowie die zeitliche Organisation des Ablaufplans erfolgt bis Mitte März 2026. Bei Rückfragen können Sie sich gerne an die Organisator:innen des Praxislabors wenden.

Applaus für die Gewinner:innen: Der Peter-Haber-Preises für Geschichtswissenschaft 2025

Beim Historikertag 2025 in Bonn wurde der Peter-Haber-Preis für digitale Geschichtswissenschaft zum dritten Mal vergeben. Hier das Ergebnis der Jury- und Publikumsabstimmung.

Foto der Gewinner:innen des Peter-Haber-Preises 2026: Ann Lauren Osthof & Jenny Gabel (Platz 1), Fernanda Alvares Freire (Platz 2), Philipp Scheinert (Platz 3)
Foto: Dr. Felix Gräfenberg

Die Gewinnerinnen des Peter-Haber-Preises für Geschichtswissenschaft 2025 (von links nach rechts): Philipp Scheinert (Platz 3), Ann Lauren Osthof (zusammen mit Jenny Gabel: Platz 1), Fernanda Alvares Freire (Platz 2).

 Am 17. September war es soweit: Eine Vorauswahl von zehn Anwärter:innen auf den Peter-Haber-Preis für digitale Geschichtswissenschaft 2025 stellte sich der Jury und dem Publikumsvotum. Im prall gefüllten Senatssaal der Universität Bonn ging es darum, in fünfminütigen Pitches ein eigenes Poster vorzustellen, das während des Bonner Historikertags in einer Ausstellung präsentiert wurde. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmer:innen und gratulieren den drei Erstplatzierten ganz herzlich! Hier das Ergebnis der Abstimmung.

„Applaus für die Gewinner:innen: Der Peter-Haber-Preises für Geschichtswissenschaft 2025“ weiterlesen

Peter-Haber-Preis 2025: Shortlist der zehn nominierten Poster

Beim Historikertag in Bonn wird der gemeinsam von der AG Digitale Geschichtswissenschaften, dem VHD und dem DHI Paris ausgelobte Peter-Haber-Preis für digitale Geschichte zum 3. Mal vergeben.

 

Aus einer Vorauswahl von zehn Kandidat:innen werden während der Preisveranstaltung drei herausragende Projekte prämiert, die einen innovativen Beitrag zum Gegenstandsbereich der digitalen Geschichtswissenschaft leisten. Dafür präsentieren alle Kandidat:innen zunächst ihre Projekte mit einem visuell ansprechenden Poster und einem kurzen Pitch auf originelle Weise.

 

Daran anschließend erfolgt die Entscheidung über die Platzierungen per Jury- und Publikumsabstimmung, gefolgt von der feierlichen Preisverleihung. Der Preis ist für Platz 1 mit 500,- Euro, Platz 2 mit 300,- Euro und Platz 3 mit 200,- Euro dotiert.

 

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Historikertag 2025: Allgemeine Posterausstellung “Digitale Geschichte”

Beim Historikertag in Bonn wird es neben Postern für den Peter-Haber-Preis für digitale Geschichte auch eine allgemeine Posterausstellung zu Vorhaben der Digital History geben. Damit gibt unsere AG auch Infrastrukturprojekten und größeren Initiativen von Forschungsverbünden die Möglichkeit, sich der Tagungsöffentlichkeit zu präsentieren. Einrichtungen, die Services, Tools, Editionen, Datenbanken o.ä. für die historische Fachcommunity bereitstellen, sind ebenfalls vertreten. Wir bieten hierfür im Folgenden eine kleine Vorschau.

Eine Vorauswahl von zehn Postern wird während der Historikertagswoche im Senatssaal des Bonner Universitätshauptgebäudes zu sehen sein (Achtung: Im Senatssaal finden in diesem Zeitraum mehrere Veranstaltungen statt – bitte beachten Sie daher das Programm des Historikertags).

„Historikertag 2025: Allgemeine Posterausstellung “Digitale Geschichte”“ weiterlesen

Umfrage zur Verwendung von Thesauri/kontrolliertem Vokabular im Fach Jüdische Geschichte

In Vorbereitung des Workshop „Thesaurus als Bedarf und Herausforderung für das Fach Jüdische Geschichte“ , der am 3. Juni in Halle (Saale) stattfinden wird, haben wir eine kleine Umfrage zu Erfahrungen mit Thesauri / kontrollierten Vokabularen im Fach Jüdische Geschichte erstellt. Wir freuen uns über eine rege Teilnahme bis zum 26. Mai. Die Ergebnisse der Umfrage werden während des Workshops vorgestellt.

Zur Umfrage, die nur wenige Minuten dauert, geht es hier: https://portal-jgo.limesurvey.net/324639?lang=de-easy

Der gemeinsam vom Historischen Datenzentrum Sachsen-Anhalt der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, dem Konsortium NFDI4Memory, dem Institut für die Geschichte der deutschen Juden (IGdJ), dem Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien (MMZ) und dem Netzwerk „Jüdische Geschichte digital“ im Rahmen des Portals „Jüdische Geschichte online“ stattfindende Workshop möchte vor dem Hintergrund langjähriger Erfahrungen mit Annotationen in digitalen Projekten den Bedarf und die Realisierungsmöglichkeiten eines gemeinsamen Thesaurus für das Fach jüdische Geschichte diskutieren.

Eine Anmeldung zum Workshop ist noch bis Mitte Mai möglich: hinfo@geschichte.uni-halle.de